Gestalten

Für die Gestaltung eines Gartens gibt es eine Fülle an Möglichkeiten und deshalb darf jeder Garten auch anders sein. Ich schreibe darf, da oft der Mut fehlt etwas nicht so zu gestalten wie es die Nachbarn in ihrem Garten tun. Ist die Bereitschaft aber da andere Wege zu gehen, können wunderbare einzigartige Gärten entstehen.

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Schwemmgutgarten auf der Landesgartenschau in Leverkusen 2005
Uns stehen verschiedene Herangehensweisen zur Verfügung:

  • Zunächst ist es wichtig eine ungefähre Vorstellung zu haben in welche Stilrichtung es gehen soll – die Auswahl ist groß: soll es ein naturnaher Garten, ein Bauerngarten, ein romantischer, formaler, mediterraner oder fernöstlicher Garten sein, oder vielleicht eher ein Garten mit bestimmten Schwerpunkten, z.B. ein Stein-, ein Wasser-, Kies- oder Gräsergarten…
    …oder eine Kombination aus verschiedenen Elementen, wenn es in das Gesamtkonzept passt. Ein naturnaher Garten kann formal sein, aber auch verspielt romantisch, dort können nur Gräser wachsen, aber auch die schönsten Blumen blühen…
  • Eine weitere Möglichkeit ist es mit verschiedenen vorhandenen oder nicht vorhandenen Gestaltungselementen zu spielen: mit Mauern, Treppen und Wegen, mit Zäunen, Hecken und Sichtschutz, mit Dach- und Fassadenbegrünung, mit Rasen- oder Wiesenflächen, mit Pergolen, Pavillon und …
  • Größenverhältnissen, z. B. von Haus zum Garten, vorhandene Bäume zu den Beeten können das Bild eines Gartens sehr stark beeinflussen.
  • Interessant ist es auch die Größe eines Gartens zu nutzen, um verschiedene Räume entstehen zu lassen, sei es um einen Sitzplatz zu gestalten; ein Spielecke für Kinder zu schaffen, damit sie ungestört ihren Beschäftigungen nachgehen können, einen Nutzgarten anzulegen oder Ausblicke zu schaffen.
  • Ganz entscheidend ist natürlich die Beschaffenheit des Geländes – liegt der Garten am Hang, gibt es Hügel oder Wellen auf der Fläche…
  • … und des Bodens. Wie ist seine Struktur, eher sandig oder lehmig; enthält er viele Nährstoffe oder ist er eher mager; ist die Erde eher feucht oder trocken?
  • Sehr interessant kann es sein mit den Lichtverhältnisse zu arbeiten. Licht und Schatten, hell und dunkel – nicht nur entscheidend bei der Auswahl der Pflanzen, sondern vielleicht, um eine Skulptur oder einen schönen Stein ins „richtige“ Licht zu setzen.
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    Lichtspiel an einer Holzskulptur
  • Ein ganz wichtiges Gestaltungselement ist die Bepflanzung eines Gartens. Zur Verfügung stehen eine große Auswahl an Gehölzen, Stauden, Blumenzwiebeln, ein- und zweijähriger Pflanzen, Balkon- und Kübelpflanzen…
  • die durch ihre Farben, Formen und Kontraste, wunderbare Bilder schaffen, die einen Garten prägen können.
  • Nicht zuletzt ist es auch die Ausstattung, die einen Garten stark beeinflussen kann: Gartenmöbel, Sitzgelegenheiten, Pflanzschalen..
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    Gartenbank im Schwemmgutgarten

Sind die „großen“ Entscheidungen hinsichtlich der Gestaltung eines Gartens gefallen, so geht es nun ins Detail:

  • Welche Baumaterialien sollen verwendet werden:
    Stein: Naturstein, Klinker, naturnahe Betonsteine, wassergebundene Wegedecke, Kiesbelag, Findlinge …
    Holz: Schwemmholz, Baumstämme und Äste, vorgefertigte Bretter und Pfosten …
    Metall: als Rankhilfe, Ausstellungsstück …
  • Welche Pflanzen sollen den Garten besiedeln? Aspekte wie
    duftend, anziehend für Insekten, kletternd, wuchernd, pflegeleicht …
    Blütenfarbe – Textur von Blatt/Laub -Rindenstruktur – Herbstfärbung – Früchte – Wirkung zu verschiedenen Jahreszeiten
    Wildpflanzen, Duftpflanzen, Kletterpflanzen, alte Pflanzensorten
    hohe oder niedrige Pflanzen, Bodendecker müssen geklärt werden.
  • Wie soll die Rasenfläche aussehen? Je nach Verwendung bieten sich
    bespielbarer Blumen- und Kräuterrasen oder
    befahrbarer Blumenschotterrasen oder eine
    Wildblumenwiese an.
    Diese Liste könnte noch so weiter gehen, aber ich möchte Sie nicht zu sehr beeinflussen und Sie Ihre eigene Phantasie spielen lassen….